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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Menschen fischen – das geht nur mit der Botschaft des Evangeliums, deren Symbol das Netz ist, nicht die Angel. Menschen fischen für Gott können nur die, die selbst von diesem Netz wie gefangen wurden, gefangen für die Freiheit der Kinder Gottes.




22. Januar 2012
Dritter Sonntag im Jahreskreis
Lesejahr B
1. Lesung: Jona 3,1-5.10
2. Lesung: 1. Korinther 7,29-31
Evangelium: Markus 1,14-20

22. Januar 2012 - Dritter Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Jesus verkündet das Evangelium Gottes.
Dieses Evangelium besteht nicht aus Paragraphen und Dogmen.
Diese Botschaft ist ganz kurz und knapp:

a) Die Zeit ist erfüllt!
b) Das Reich Gottes ist nahe! Deshalb seid ihr aufgefordert:
c) kehrt um und glaubt an diese frohe Botschaft

„Die Zeit ist erfüllt“ bedeutet:

Wir müssen auf nichts mehr warten.
Der günstige Zeitpunkt ist genau jetzt.
Es muss nicht erst noch was passieren, nicht erst noch etwas anders werden, nicht erst noch jemand kommen. jetzt, Heute ist der Tag der Gnade.

„Das Reich Gottes ist nahe“ bedeutet:

Das Reich Gottes ist nicht anderswo, es ist unmittelbar um uns herum.
Greifbar! Spürbar! Sichtbar!
Das Reich Gottes ist da wo Gott ist, aber Gott ist da wo wir sind!
Wir müssen es nur erkennen wollen!

„Kehrt um und glaubt“ bedeutet:

Wenn wir erkannt haben und glauben, dass der Ort wo wir Gott begegnen können HIER ist und die Zeit JETZT, dann haben wir keine Ausreden mehr zu einem Leben mit Gott.
Wenn wir Gott als Faktor in unser Leben mit einbeziehen, dann werden wir umkehren - uns ändern - und mit uns verändert sich unsere Umwelt.
Hin zu mehr Gerechtigkeit, Friede und Freude – den drei Kennzeichen des Reiches Gottes!

Fischer und Tagelöhner, einfache Menschen ohne Hochschulstudium sind die ersten, die sich davon angesprochen fühlen. Und auch ihre Berufung ist sehr klar und sehr einfach: Keine Prüfung nach Eignung, kein jahrelanges Aufschieben und Warten, kein Studium, keine Praktika, Exerzitien und Einkehrtage,
Ein einfaches:

„Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“

Jeder wie er kann, jeder nach seiner Art, nach dem Maß dessen, was er von Jesus verstanden hat. Der Hauptakteur bleibt jedoch Jesus, er gibt alles was es braucht, er ist der, der „macht“!


Pastoralassistent Mag. Jonathan R. Werner





Autor / Quelle: Pastoralassistent Mag. Jonathan R. Werner / Bergmoser + Höller Verlag Aachen

Beitrag online bis 19.2.2012 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (19.1.12 - 26.01.12 - ) / 3224 / 145