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 © Helmut Meisl

 Haus Mirjam
Diese Seite als Druckausgabe


Verliehen wurde die hohe Auszeichnung durch Bürgermeister Dr. Christian Stöckl, der in seiner Laudatio u.a. darauf hinwies, dass seit Gründung des Hauses Mirjam durch Schwester Adele im Jahr 1991 bereits über 170 Frauen und 250 Kinder Zuflucht in grösster seelischer und auch materieller Not gefunden haben. Weitere Glückwünsche überbrachten die beiden Vizebürgermeister Walter Ebner (im Bild links) und Vizebürgermeisterin Dr. Astrid Stranger (nicht im Bild).





Ehrung für Sr. Adele

In einer Sondersitzung des Halleiner Gemeinderates ehrte die Stadt Hallein am 28. Juni 2000 die Leiterin des Hauses Mirjam für ihr unermüdliches Wirken zum Wohle der Bevölkerung durch die Verleihung der Wappenmedaille in Gold.

In einem Gespräch mit Sr. Adele äusserte die ausgezeichnete Schwester einige Gesichtspunkte ihrer anstrengenden Arbeit.

Welche Nöte dominieren zur Zeit?

Die Gewalt in den Familien wird sichtbar grösser; die psychische Belastung der Frauen steigt weiterhin an; aus den Herkunftsfamilien finden die Frauen oft keinen Rückhalt.

Welche Wünsche hat Sr. Adele an die Bevölkerung der Stadt Hallein?

Die Menschen sollen nicht wegschauen vor der Not, die aus der Gewalt und dem Elend kommt, sie sollen diese Not als Realität annehmen - sie gibt es, auch wenn wir sie nicht wahrhaben wollen.

Welche Wünsche gibt es an die Politik?

Echte und ehrliche Unterstützung von Projekten, die der Prävention dienen; konkrete Projekte, wo junge Frauen / Mädchen lernen, sich zu artikulieren, sich selbst zu stärken und so in der Partnerschaft besser bestehen zu können werden derzeit leider nicht unterstützt. Auch in diesem Bereich scheint der Sinn für vorbeugendes Handeln nicht erkannt zu werden

Was liegt Sr. Adele am Herzen?

Ein ehrlicher Dank an die Gemeinde für die Unterstützung und dafür, dass das Haus Mirjam seine Arbeit absolut in Freiheit und ohne Bevormundung oder politischer Beeinflussung durchführen kann.





Autor / Quelle: Meisl Helmut

Beitrag online bis 10.2.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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