Sakramente
Aktuelles
Arbeitskreise
Haus Mirjam
Wir in der EINEN Welt
Kinder und Jugend
Die Stadtpfarrkirche
Kirchenrenovierung
Pfarrblatt online
Presse und Gedrucktes
Termine Stadtpfarre
Impressum
   
Aktuelles
Termine
Kontakt
   
Aktuelles
Termine
   
Aktuelle Informationen
Termine evangelisch
Evang. Pressedienst
Kontakt
   
Aktuelles Programm
   
Die Halleiner Kirchenmaus
Gedanken
   
Internet-Links
Gästebuch
Alle Termine
   
Fastenaktion ab 2002
Adventkalender
bibelfest 2002
Archiv 2012
Archiv 2011
Archiv 2010
Archiv 2009
Archiv 2008
Archiv 2007
Archiv 2006
Archiv 2005
Archiv 2004
Archiv 2003
Archiv 2002
Archiv Pfarrblatt
   



Beiträge warten
(gesperrter Bereich)



 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Fest
Diese Seite als Druckausgabe







Martinigansl? Laternenumzug?

01.11.2002: „…rabimmel, rabammel, rabumm…“ Wird Ihnen etwas vom Martins-Brauchtum heuer begegnen?

Wollen wir den hl. Martin etwas näher betrachten?

Geboren um 316 (spätrömische Kaiserzeit!) in Sabaria (heute Ungarn) als Sohn eines röm. Tribuns. Trat mit 15 Jahren in die röm. Armee ein: Hier spielt die berühmte Szene, wo er seinen Mantel mit dem Schwert durchtrennt und eine Hälfte einem frierenden Bettler schenkt -

er hat den Blick für das unmittelbar Notwendige – aber man muss nicht alles verschenken: Die Hälfte ist genug!

Mit 18 Jahren getauft, verlässt er die Armee, zieht umher, um zu missionieren. Wird durch Volksentscheid zum Bischof von Tours (in Frankreich): Von daher stammen die Martini-Gänse: Er versteckt sich in einem Stall, um diesem Amt zu entgehen, aber die Gänse verraten ihn durch ihr Geschnatter –

eine Erinnerung, dass in früheren Zeiten das Volk bei Bischofsernennungen beteiligt war, und durchaus nicht jeder Bischof werden wollte…

Martin war berühmt durch sein strenges und bedürfnisloses Leben, seinen Gerechtigkeitssinn und seine Wundertaten. Er hat Klöster gegründet, sie zu Mittelpunkten der Kultur und Zivilisation gemacht und mit den Herrschern seiner Zeit verhandelt.
Er zog sich wachsende Feindschaft der Geistlichkeit, aber auch die Liebe des Volkes zu; seinem Begräbnis wohnten Tausende bei. Die Verehrung des hl. Martin hat sich sehr rasch ausgebreitet: Er ist einer der ersten „Bekenner“ (= Nicht-Märtyrer), die in der Kirche gefeiert wurden, und einer der Nationalheiligen der Franzosen -

er war authentisch: Er hat nicht nur schön geredet, sondern auch danach gelebt und viel bewegt.

Seit dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert war der Martinstag ein wichtiger Termin: Abschluss des Wirtschaftsjahres, Wechsel der Dienstboten, Regelung von Pacht und Zins, Markttag. Beginn des Adventfastens mit dem Martinsschmaus: Gänse und neuer Wein! Martinsfeuer, Laternen- und Fackelzüge, „Martinsritt“ (Darstellung als Bischof oder Krieger) werden bis heute begangen. Kinder und Jugendliche zogen von Haus zu Haus, sangen und wurden beschenkt-
Die Menschen haben die Heiligen der Nächstenliebe in ihr Herz geschlossen und gedenken ihrer in Dankbarkeit!

Martin und Martina alles Gute zum Namenstag!





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser

Beitrag online bis 11.11.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 ( - - ) / 333 / 1041