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 © Helmut Meisl

 Wir in der EINEN Welt
Diese Seite als Druckausgabe


Stadtrat Dr. Heinrich Schellhorn, Raika-Direktor Holztrattner, Prof. Ernst Degasperi und Arbeitskreis-Leiter Prof. Dipl. Ing. Roman Anlanger bei der Eröffnung.


Indische Musik umrahmte eindrucksvoll die Vernissage.


Robert Roubin schuf das letzte Hallein-Bild, das allerdings nicht sein erstes Werk war, das er kostenlos dem Arbeitskreis zur Verfügung stellte.

Letztes Hallein-Bild

Die Halleiner Raiffeisenkasse war Schauplatz der Vernissage des letzten Hallein-Bildes.

30 Jahre lang gibt es den Arbeitskreis "Wir in der EINEN Welt" bereits und seit 25 Jahren sind Künstler aus Österreich aber auch aus dem Ausland in die Aktivitäten dieses Arbeitskreises eingebunden.

Aus Anlass der Vernissage des leider letzten "Hallein-Bildes" lud die Halleiner Raiffeisenkasse in ihre Niederlassung und sorgte noch einmal dafür, dass diese 25. Vernissage zu einem wichtigen kulturellen Ereignis in Hallein wurde.

Kein geringerer als Professor Ernst Degasperi hielt die Festansprache und erinnerte in eindrucksvollen Worten an die Verantwortung von uns Menschen für andere Menschen in Not und Elend. Mit seinem Gedicht "Überseegespräch", das im Jahre 1987 in Wien entstanden ist, gelang es ihm die "Verrücktheit" unserer Wohlstandsgesellschaft auf den Punkt zu bringen und eine Gesellschaft aufzuzeigen, in der das seidenweiche Fell einer Katze oder das Streicheln eines Hundelieblings wichtiger geworden ist als das Überleben von Kindern in der Dritten Welt.

Auch Stadtrat Dr. Heinrich Schellhorn vermochte mit seinen Ausführungen ganz eindringlich auf die Widersprüche in unserer Welt hinzuweisen, in der nur eine verschwindende Minderheit in einem unvorstellbaren Luxus lebt und das wohl zum Grossteil auf Kosten der unterdrückten und geschundenen Mehrheit von Menschen.

Der Arbeitskreis "Wir in der EINEN Welt" vermag durch sein jahrzehntelanges Tun diese Ungerechtigkeit nicht zu beseitigen, aber - und das zählt - eine grosse Anzahl von Menschen hat damit begonnen, diese Ungerechtigkeiten nicht nur zu erkennen, sondern auch etwas dagagen zu tun; nicht die "Rettung der Welt", aber das, was Menschen in unserer Gesellschaft zu tun in der Lage sind.

Die Ausstellung ist eine hervorragende Gelegenheit, alle 25 "Hallein-Bilder" noch einmal "in natura" Revue passieren zu lassen; aber nicht nur das, fast alle Bilder können noch käuflich zugunsten der Kinder der Hallein-Schule in Vadipatty erworben werden. Darunter auch das erste Hallein-Bild von Professor Ernst Degasperi, der eigens für die diesjährige Ausstellung noch drei Bilder aus seinen privaten Beständen zur Verfügung stellte und somit wohl eine der besonderen Kostbarkeiten dieser Ausstellung darstellt.

Klare Worte fand auch der Künstler Robert Roubin, von dem das diesjährige und somit letzte Hallein-Bild stammt. Das Bild zeigt einen der wichtigen Halleiner Stadtplätze in einer wunderschönen Form und Klarheit und so ist es kein Wunder, das dieses Bild noch am Abend der Vernissage so manchen Käufer fand.





Autor / Quelle: Helmut Meisl

Beitrag online bis 31.3.2003 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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