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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
 Gedanken zum Sonntag
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Die leer ausgegangenen Seelen der Menschen strecken heute wieder hungrige Hände aus im tosenden Lärm der modernen Zivilisation.
(Jungsozialistische Blätter, 1925)


Antizyklisch
Die Wüste gießen.
Bei Rezessionsstimmung investieren.
„Antizyklisch handeln“, heißt das im Börsenjargon.

Das machen Propheten:
Zum Abgeben aufrufen, wenn alle horten.
Zum Umkehren, wenn alle losrennen.
Zum Abtragen, wenn alle aufhäufen.

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Die leer ausgegangenen Seelen der Menschen strecken heute wieder hungrige Hände aus im tosenden Lärm der modernen Zivilisation.
(Jungsozialistische Blätter, 1925)


Antizyklisch
Die Wüste gießen.
Bei Rezessionsstimmung investieren.
„Antizyklisch handeln“, heißt das im Börsenjargon.

Das machen Propheten:
Zum Abgeben aufrufen, wenn alle horten.
Zum Umkehren, wenn alle losrennen.
Zum Abtragen, wenn alle aufhäufen.

8. Dezember 2002
2. Adventsonntag


Fürchte dich nicht Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.

Wir möchten uns heute auf einen Inhalt einlassen, der beiden Evangelien gemeinsam, ja, der eigentlich in der gesamten christlich-jüdischen Verkündung wesentlich ist: Gott zwingt nicht!

Gott lädt ein, unendlich geduldig, hoffnungsvoll, manchmal aber auch harsch: Immer wieder spricht er die Menschen an. Durch gewaltige Persönlichkeiten, wie die Propheten, deren Worte die Zeiten überdauern, in Jesus Christus selbst, in allen Religionen und Kirchen, aber auch durch die Ereignisse der Geschichte, durch Natur und Kunst spricht ER: Können Sie seine Anrede hören?

Das Evangelium, die „frohe Botschaft“, kann nicht mit Druck und Zwang vermittelt werden. Sie bleibt ein Angebot, ein Geschenk. Viel zu oft wurde sie in der Geschichte anderen aufgezwungen, mit Feuer und Schwert verbreitet, wurden Anders- oder Nichtgläubige verfolgt und vertrieben. Das ist nicht der Weg Gottes! Bei Maria können wir sehen, wie der Engel respektvoll mit ihr redet, ihr den Schrecken nimmt, ihr die frohe Botschaft vermittelt, so dass sie Ja sagen konnte.

Im Advent bitten wir Sie besonders, diese Einladungen Gottes wahrzunehmen und anzunehmen. Advent und Weihnachten ist nicht nur eine Freude für die Kinder, sondern ein Anruf an jeden von uns: Mache dich bereit, denn auch und gerade durch dich will Gott in unsere Welt kommen! Im Burgfried, am Adneter Riedl, im Gamp und in der Altstadt: Gott drängt in unsere Welt, und er braucht gerade dich! Große Freude, Glück und Erfüllung stehen uns bevor!





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser (Pastoralassistent Pfarre Hallein)

Beitrag online bis 19.12.2002 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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