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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Fest
Diese Seite als Druckausgabe




Wann ist Weihnachten?

Wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten.
Wenn jemand beschließt, ehrlich zu leben, ist Weihnachten.
Wenn ihr einander anseht mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Liebe.
Denn es ist geboren der Friede.
Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Denn es ist geboren die Hoffnung.
Denn es ist geboren die Freude.
Denn es ist geboren Christus, der Herr.

(Aus Brasilien - gekürzt)


Mit Hirtenaugen kannst du mitten ins Geheimnis sehen. Du fragst nicht: Gibt es das Kind? Du fragst: Wo ist das Kind? Und du gehst und du siehst und du glaubst.

Gesegnete Weihnachten
wünsche ich allen Besuchern dieser Homepage


Helmut Meisl
Online-Redaktion

Vergiss nicht ...

Vergiss nicht aufzuschaun, es gibt den Stern, der dir den Weg zeigt, den die Weisen gingen. Dann wirst auch du – auch mitten in der Nacht – den Frieden bringen.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott.“ Hört das noch irgendjemand, wo uns doch tagtäglich Millionen Wörter in den Ohren dröhnen. Menschwörter statt Gotteswort. Eine Wörterflut. Mitschwimmen oder untergehen, ein Entkommen scheint nicht möglich. Musikgedudel in jedem Geschäft. Nicht nur zur Weihnachtszeit, aber da empfunden als eine besondere Beleidigung für die Ohren. Wohlfeile Reden und Wünsche zum Fest. Triefend vor Gefühlsduseleien und gespickt mit leeren Worthülsen. Andererseits: Gibt es Schlimmeres, als wenn uns die Wörter ausgehen? Haben Sie das vielleicht bemerkt, gestern Abend? Heilige Nacht, Zeit zur Ruhe zu kommen, vielleicht mal kein Gerede, sondern ein Gespräch führen, hören und nach Gefühlen und Befindlichkeiten fragen jene, an denen man so oft vorbeiredet. Vielleicht auch von der eigenen Hoffnung, vom Glauben sprechen dürfen und gehört werden. Enttäuscht, weil es anders kam? Es ist schwer, von Wörtern auf Worte zu wechseln, nicht wahr? Wir sind ungeübt. Und wahrscheinlich konnte so mancher es kaum aushalten, bis nach dem Heilig-Abend-Ritual doch wieder der Fernseher eingeschaltet wurde.
Aber geben Sie nicht auf, versuchen Sie wieder hinzuhören auf das leise, göttliche Wort, das doch auch in Ihnen zur Welt kommen will. „Im Anfang war das Wort“ und in Ihm war, ist und wird sein das Leben. Hören Sie ’s?!





Autor / Quelle: Gundula Kühneweg

Beitrag online bis 6.1.2003 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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