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Christentum und Krieg unvereinbar
Pfarrer Mag. Wolfgang Del-Negro nimmt zur Kriegsgefahr im Irak Stellung.
Ich bin – wie wohl die meisten in diesem Land – der Überzeugung, dass ein Krieg gegen den Irak lediglich eine weitere Eskalation der Gewalt in diesem Teil der Erde bewirken wird. So problematisch die Rolle Saddam Husseins auch ist, betrifft ein Krieg in erster Linie das irakische Volk. Es ist naiv anzunehmen, dass das irakische Volk die Amerikaner als Verbündete und Befreier begrüßen wird. Der Hass dieser Menschen, die sich schon längst in ihrer Würde zutiefst verletzt fühlen, gegen Amerika und seine Verbündeten wird nur zu immer neuen Gewalttaten führen.
Es wird zwar immer behauptet, dass hier keine Religionskriege geführt werden. Wir sehen aber längst, dass unsere Religionen von den kriegführenden Parteien missbraucht werden, etwa um Menschen zu fanatisieren. Es kann nicht sein, dass Christen weltweit immer mehr als Verteidiger des Reichtums und der damit verbundenen Ausbeutung gelten. Politik, die behauptet christlich zu sein und dennoch in dieser verfehlten Weise agiert, macht das Christentum unglaubwürdig, und wir müssen uns von solchem Verhalten distanzieren. Von Jesus Christus her sind wir Christen – genau so wie der Islam – beauftragt, Partner und Anwälte der Armen zu sein.
Autor / Quelle: Mag. Wolfgang Del-Negro, evang. Pfarrer in Hallein
Beitrag online bis 17.3.2003 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (1.1.20 - 01.01.20 - ) / 421 / 193
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