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Neue "Machtkultur" gefragt?
Gerlinde Vegh aus Salzburg wird sich am dritten Abend der Fastenaktion am 25. März im evangelischen Pfarrsaal mit der Macht in Staat und Kirche auseinandersetzen.
Worauf kommt es an, dass Macht zum Wohle der Menschen führt und nicht ins Verderben? Mit dieser Frage befasst sich der dritte Vortrag zum Thema "macht Macht dienst(un)fähig?" im Rahmen der Fastenaktion 2003 der Halleiner Pfarrgemeinden.
Der Zusammenbruch der drei Machtimperien im Europa des 20. Jahrhunderts und ein noch nie dagewesener wirtschaftlicher Aufschwung in den westlichen Demokratien zeigen: wichtig in der Politik sind ein zeitgemässes und menschengerechtes Programm und Führungspersönlichkeiten, die ihre Macht ausschliesslich für den Dienst am Wohle der Menschen einsetzen.
Moderne Unternehmensberater weisen darauf hin, dass Führungseignung und der damit verbundene wirtschaftliche Erfolg aus der Bereitschaft zum Dienen hervorgehen. Eine Erkenntnis, die der Heilige Benedikt schon vor 1500 Jahren in seinen Klosterregeln formuliert hat.
Die Herausforderung, Macht und Dienstbereitschaft zu verknüpfen, trifft in einer Demokratie, wo die Macht vom Volk ausgeht, auch jeden Wähler. Um den Ansprüchen unserer indiviualistischen Gesellschaft zu entsprechen, sind in Zukunft auch neue Machtspielregeln gefragt.
Autor / Quelle: Gerlinde Vegh, Salzburg
Beitrag online bis 25.3.2003 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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