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 © Helmut Meisl

 Unsere Pfarrkirche
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Obwohl perfekt geeignet und für eine Beheizung der Kirche ausreichend gross, darf das Kirchendach nicht mit Sonnenkollektoren belegt werden.


Die vom Denkmaschutz akzeptierte "Ersatzfläche" für die Anbringung von Sonnenkollektoren, die südseitige Stützwand im Pfarrgarten, ist deutlich zu klein.


In Deutschland möglich: Sonnenkollektoren auf (denkmalgeschützten) Kirchendächern

Keine solare Beheizung für die Pfarrkirche

Im Vorfeld der Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche wurde überprüft, ob eine solare Beheizung der Kirche technisch machbar wäre. Mangels ausreichender Flächen für die Kollektoren ist das Projekt gescheitert.

Was in Deutschland durchaus schon möglich ist, ist in Österreich nach wie vor völlig undenkbar: Die Anbringung von Sonnenkollektoren auf Kirchendächern. Dabei wäre das Dach der Halleiner Stadtpfarrkirche geradezu ideal dafür geeignet, eine perfekte Südausrichtung und eine für Heizzwecke ausreichend hohe Dachneigung und natürlich ausreichend Flächen wären gegeben.

Da aber nicht sein kann was nicht sein darf, musste wegen des Vetos der Denkmalschützer eine Situierung von Kollektoren am Dach der Pfarrkirche verworfen werden. Als Alternative wurde in den letzten Monaten überprüft, ob sich eine Mauer im Pfarrgarten für eine Kollektormontage eignet und ob die verfügbare Fläche für eine spürbare Beheizung ausreichend ist.

In umfangreichen Berechnungen deutscher Solartechnikexperten des "Steinbeis Transferzentrums" in Stuttgart wurde das Temperaturverhalten der Pfarrkirche mit und ohne Solarbeheizung simuliert, wobei eigens ein für Hallein passendes Klimamodell erstellt werden musste. Das Ergebnis der langwierigen und komplizierten Berechnungen ist ernüchternd. Die Wand des Pfarrgartens ist deutlich zu klein um eine ausreichend grosse Anzahl an Sonnenkollektoren montieren zu können und um so die Kirche zum Nulltarif beheizen zu können. Auch mit Unterstützung einer Wärmepumpe kann die Leistung nicht so gravierend erhöht werden, dass eine gut wirksame Beheizung gewährleistet werden könnte.

Wenngleich mit der Simulationsberechnung nicht das erwünschte Ergebnis erzielt werden konnte, so kann damit doch eine Fehlinvestition verhindert werden, d.h. die Kosten der Simulation waren gut angelegt. Wie nun die Kirche im Winter tatsächlich wärmer werden soll, darüber muss sich der Renovierungsausschuss nun neu den Kopf zerbrechen. Allemal sinnvoll wäre sofort eine Reparatur eines kleinen Defektes an der Lüftungsanlage für die Kirche, der schon seit mehr als einem Jahr vorliegt; damit könnte zumindest im Herbst und im Frühjahr nachweislich eine deutliche Temperaturanhebung sichergestellt werden.





Autor / Quelle: Helmut Meisl

Beitrag online bis 31.10.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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