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 © Helmut Meisl

 Unsere Pfarrkirche
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Nach dem Vorschlag des neuen Salzburger Erzbischofs sollte der Volksaltar unter der vordern Kuppel der Kirche, d.h. genau unter dem vorderen Luster, situiert werden.


Dechant Schreilechner (rechts) und Architekt Adlhart (links) mühen sich um eine Altarlösung, mit der möglichst alle Halleiner und das Denkmalamt zufrieden sein können.



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Nach einem Besuch in Hallein hat sich der neue Salzburger Erzbischof in die Kirchendiskussion eingeschaltet.

Im August hat sich der neue Erzbischof Alois Kothgasser in die Diskussion um die Kirchenrenovierung eingeschaltet, nachdem er sich im August 2003 einen persönlichen Eindruck von der Pfarrkirche gemacht hat. Bei diesem Besuch äusserte er einige Hinweise.

Die derzeitige Position des Altares in der Mitte hält er für falsch, ebenso die Lage des Taufbeckens im Altarraum. Die bisher verfolgte Lösung des Altares auf einer Zunge des vergrößerten Presbyteriums wird für zu klein beurteilt; der Altar sollte weiter in die Kirche hinein verlegt werden, bis in die Mitte der vorderen Kirchenhälfte, unter die Kuppel.

Das Taufbecken sollte wieder beim hinteren Eingang der Kirche seinen Platz finden.

Der Erzbischof bat um zügiges Vorgehen in dieser Angelegenheit.

Es wurden in der Folge von Architekt Adlhart neue Entwürfe erstellt und auch dem Erzbischof vorgelegt. Diese wurden jedoch vom Leiter des EB Bauamtes, Architekt Schuh, nicht gutgeheißen.

Pfarrer Schreilechner fängt nunmehr an zu überlegen, ob man nicht zum vorherigen Zustand, den Volksaltar im Presbyterium, zurückkehren sollte.

In dieser Lage wurde bei der jüngsten Sitzung auch der PGR um sein Mitüberlegen gebeten. Pfarrer Schreilechner gab dabei als Richtlinie vor, dass er jeden Streit vermeiden möchte und auch jede Beschädigung der Autorität des Erzbischofs.

Die neuen Entwürfe von Architekt Adlhart wurden bei der PGR-Sitzung vorgelegt und diskutiert. Alle Entwürfe zeigen den Altar in der vorderen Hälfte der Kirche, auf verschieden geformten Podesten, nur einmal mit einer "Brücke" in Verbindung mit dem Presbyterium. Verschieden wurde die Anordnung der Bänke um den Altar ausgearbeitet: U-förmig, als 2/3 Kreis oder als halbes Achteck. In Varianten wurde auch die Aufstellung der Bankblöcke in der Kirche gezeichnet: Mit oder ohne Mittelgang, mit oder ohne Quergang.

Als besonders erschwerend werden die Vorgaben des Denkmalamtes empfunden, die Kommunionbänke unbedingt erhalten zu müssen (eine beschwerliche Salzburger Spezialität), sowie die Erhaltungspflicht der Kirchenbänke mit den alten Namens-Plaketten.

Nach der Diskussion durch den Pfarrgemeinderat zeichnen sich zwei Möglichkeiten des weiteren Vorgehens ab:
  • Zugeben, dass die Pfarre Hallein derzeit an einer neuen Lösung scheitert und daher zum vorigen Zustand (Volksaltar im Presbyterium) zurückkehren. Die Lösung wäre preisgünstig und würde in der Bevölkerung überwiegend auf Zustimmung stoßen – würde aber wieder die vielen Nachteile mit sich bringen, die diese Lösung hatte und die den Ruf nach Veränderung aufkommen ließen. Der Rückbau würde jeden neuen Versuch einer Änderung auf lange Zeit verhindern, da Fußboden und Bänke in der Kirche dann ja nach den alten Gegebenheiten saniert werden müssten.
  • Den Architekten um einen weiteren Entwurf ersuchen, welcher die positiven Elemente in den jetzt vorliegenden Entwürfen aufgreift (Anordnung der Bänke, Position des Altares) und die negativen vermeidet (zu kleiner Altarplatz, keine Verbindung mit dem Presbyterium). Es wäre eine Suche nach der „Großen Zungenlösung“.
In einer zusätzlich einberufenen PGR + PKR-Sitzung am 13. 10. 2003 um 20.00 Uhr im Gruberhaus soll über diese Fragen weiter beraten und entschieden werden.





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pfarrgemeinderat

Beitrag online bis 31.12.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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