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In God we trust – Auf Gott vertrauen wir
Was die Gründungsväter Amerikas noch als Hinweis auf die christlichen Ursprünge ihres Landes verstanden haben, erscheint heute fast als Gotteslästerung. Hat doch Geld für viele Menschen die Rolle eines Götzen übernommen; schon das aus dem Aramäischen ins Griechische übernommene Wort „Mammon“ bezeichnet das, „worauf man traut“. Vielleicht sollte ehrlicherweise auf den Geldnoten stehen „In Gold we trust“.
Reichtum bedeutet eine Abhängigkeit von Dingen, die man besitzt und die man durch neuen Besitz, durch neue Abhängigkeiten vor dem Dahinschwinden schützen muss.
Franz Kafka
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12. Oktober 2003 - 28. Sonntag im Jahreskreis
Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
Unmöglich, was Jesus vom reichen Jüngling verlangt. Es genügt ihm nicht, dass er wie bisher die Gebote einhält. Nein, jetzt soll er auch seinen ganzen Besitz verkaufen, den Erlös den Armen schenken und dann mit Jesus umherziehen. Kein Wunder, dass sich der junge Mann enttäuscht aus dem Staub macht. Denn mit dieser Antwort hat er nicht gerechnet, als er fragte, was er tun muss, um das ewige Leben zu gewinnen. Wir wissen nicht, wie das Leben des reichen Mannes weiter ging. Aber wir wissen durch dieses Evangelium, dass der Glaube an Jesus Christus enorme Auswirkungen auf unsere Lebensweise haben kann. Denn leben wir den Glauben wirklich unbeirrt, dann muss sich auch unser Lebensalltag ändern. Manchmal auch dort, wo wir insgeheim hoffen, dass alles beim Alten bleiben kann. Das fällt uns schwer, vor allem dann, wenn wir uns von Liebgewonnenem trennen müssen. Doch was ist, wenn uns die Veränderung (noch) nicht bis zur letzten Konsequenz gelingt? Dann bleibt uns Jesu Zusage. Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott noch möglich. Wer weiß denn, wie klein bei Gott das Kamel ist und wie groß das Nadelöhr? Dieser Trost will nicht dazu dienen, mangelnde Konsequenz zu entschuldigen. Nein, er will vielmehr Mut machen, die nötigen Schritte, um Jesus nachzufolgen, doch noch zu wagen. Denn bei Gott gilt: „Es ist unmöglich, dass diese Schritte nicht möglich sind!“
Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Peter Schott
Beitrag online bis 24.10.2003 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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