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Johannes Honterus 1498-1554 Reformator Siebenbürgens
Ansicht einer Kirchenburg in Siebenbürgen
Innenhof der Kirchenburg von Tartlau/Siebenbürgen
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20. Weihnachtsbasar - 20 Jahre Hilfe für Siebenbürgen
Wir haben Grund zum Freuen!
Wir, das sind jene Frauen und Männer unserer Gemeinde, die heuer bereits zum 20. Mal den alljährlichen Weihnachtsbasar im Pfarrhaus vorbereiten.
Als im Jahre 1983 der evangelische Bischof zur „Stillen Hilfe für Siebenbürgen“ aufruft, weckt er in uns die Bereitschaft, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen und spontan beschließen einige engagierte kreative Leute, selbstgefertigten Weihnachtsschmuck zu verkaufen. Damit ist der Grundstein für eine Hilfsaktion gelegt, die bis heute nichts an „Aktualität“ eingebüßt hat.
In den 80er Jahren gilt es, die ärgste Not in den vergessenen siebenbürgischen Dörfern zu lindern. 1985 bis 1989 starten Busse von Hallein aus nach Siebenbürgen. Vollbeladen mit Hilfsgütern aller Art ( Lebensmittel, Babynahrung, Kleidung, Schuhe, Medikamente, Werkzeug, ...) begeben sich evangelische Halleiner auf die abenteuerlichen Fahrten nach Rumänien und sehen mit eigenen Augen das ganze Ausmaß dieser menschlichen Tragödie. Wir haben das Gefühl, als müßten wir mit „Eimern das Meer ausschöpfen“ angesichts der Not und Verzweiflung der Menschen. Deshalb veranstalten wir noch zusätzlich Osterbasare und organisieren alljährlich einen Trödelmarkt, um noch mehr Geldmittel zur Verfügung zu haben. Als 1989 die ersehnte „Wende“ kommt und die Diktatur zusammenbricht, dürfen wir plötzlich ganz offiziell helfen. In wenigen Stunden ist die Aktion „Hallein hilft Rumänien“ organisiert. Dabei sind wir maßgeblich bei der Ausrichtung der Sammelaktion von Hilfsgütern beteiligt und unser Know-How und unsere Kontakte sind für deren Transport unerlässlich. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft verlassen zu dieser Zeit unzählige Siebenbürger ihre Heimat. Doch manche bleiben. Sie sind zu alt, zu krank, zu einsam, zu mutlos um wegzugehen – ihnen gilt heute unsere besondere Hilfe und Zuwendung. Als nach Ausbruch des Bosnienkrieges eine fünfköpfige bosnische Familie für 3 Jahre im Pfarrhaus Aufnahme findet, zweigen wir selbstverständlich auch Geldmittel für „unsere“ Flüchlinge ab. Wir stricken und sticken, malen und sägen, bohren und biegen, backen Kekse und Kuchen, kochen Marmelade und machen Salben. Denn: „Viel ist nie genug“! Wenn wir schon keinen Eimer zum „Ausschöpfen des Meeres“ zur Verfügung haben, so versuchen wir es eben mit einem Fingerhütchen! Und das hat sich im Laufe der Jahre ganz schön gefüllt: 20 Weihnachtsbasare, 5 Osterbasare und 15 Trödelmärkte mit Einnahmen von über 2.000.000.- Schilling.
Dank dafür gebührt all jenen, die jedes Jahre wieder ihre Zeit, ihre Talente und ihre Energie in den Dienst dieser guten Sache stellen, und dabei mutig und entschlossen den Kampf aufnehmen gegen verführerische Einkaufszentren, gegen kurzlebige Trends und gegen die Gleichgültigkeit. Danke aber auch all jenen, die jedes Jahr im Advent unseren Basar besuchen, sich von der weihnachtlichen Atmosphäre im Pfarrhaus anstecken lassen, das mit viel Liebe Hergestellte erwerben oder mit uns ein Glas Glühwein oder Kaffe und Kuchen genießen. Weil Sie geben, können wir helfen!
Und noch etwas: Ganz so nebenbei haben wir es auch noch geschafft, für die Pflegehelferinnen der Diakonie ein Auto anzuschaffen. Wenn das alles kein Grund zum Freuen ist .... !!!!
Wir laden Sie herzlich ein! 20. Weihnachtsbasar, am 29.11. von 9:00 bis 21:00 Uhr und am 30.11. von 10:30 bis 13:00 Uhr im Evangelischen Pfarrzentrum in Hallein.
Autor / Quelle: Gabriele Guttmann
Beitrag online bis 7.1.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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