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 © Helmut Meisl

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Anton Meisl


Ohne der aktiven Mitarbeit des Verstorbenen hätte Hallein wohl kaum sein neues Wahrzeichen samt Glocken bekommen.


Neben der Arbeit für die Kirche gehörte sein Herz - nach seiner Familie - über Jahrzehnte hindurch vor allem auch der Bürgergarde und dem Roten Kreuz

Anton Meisl verstorben

Am 13. November 2003 verstarb im Kreise seiner Familie einer der grossen Idealisten der Stadt Hallein im 82. Lebensjahr.

Der - in Kuchl geborene - Schuhmachermeister, der bis zu seiner Pensionierung in Hallein ein Schuhgeschäft mit angeschlossener Werkstätte führte, war über Jahrzehnte für verschiedene Organisationen mit höchstem persönlichen Einsatz tätig.

Über 20 Jahre hindurch wirkte er entscheidend im Bereich der katholischen Stadtpfarre mit. Er war ab 1961 Mitglied im damaligen Pfarrausschuß, ab 1964 im Pfarrkirchenrat, von 1970 bis 1982 stellvertretender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und zuletzt, von 1982 bis 1987, wieder im Pfarrkirchenrat tätig.

Besondere Verdienste gebühren ihm für den Wiederaufbau des Kirchturmes und die Beschaffung des neuen Geläutes, für dessen Transport, Weihe und Einbringung bis in die Glockenstube er persönlich verantwortlich war.

Eine weitere große Aufgabe, die von ihm gemeinsam mit Altdechant Rasp organisiert wurde, war die große Innenrenovierung der Pfarrkirche, die Generalsanierung der Peterskapelle und auch die Aufstellung des Volksaltares in der Pfarrkirche.

Seine Stärke waren nicht die großen Worte, sondern vielmehr die Tat und so war er stets einer der ersten und eifrigsten Arbeiter, wenn es darum ging, daß in der Kirche Hand anzulegen war. Wohl manches wäre in der Pfarre Hallein nicht oder nicht so bald möglich gewesen, wäre er nicht mit höchstem persönlichen Einsatz über Jahrzehnte hindurch tätig gewesen.

Wegen seiner überdurchschnittlichen Leistungen für die katholische Kirche wurde Anton Meisl im Dezember 1983 von Alterzbischof Dr. Karl Berg mit der höchsten päpstlichen Auszeichnung für Laienmitarbeiter, dem Orden "Benemerenti", geehrt.

Von 1939 bis 1989 war der Verstorbene freiwilliges Mitglied des Roten Kreuzes Hallein, bei dem er zuletzt als Kolonnenkommandant im Bezirksausschuß tätig war. Für seine Leistungen im Roten Kreuz wurde ihm 1973 die goldene Verdienstmedaille des österreichischen Roten Kreuzes überreicht. Im Jahr 1989 erfolgte die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Hallein. Seit 1990 ist er im nicht aktiven Stand des Roten Kreuzes.

In der Zeit von 1954 bis 1984 war Anton Meisl Mitglied im privilegierten uniformierten Bürgerkorps der Stadt Hallein. Über 2 Jahrzehnte hindurch bekleidete er das Amt des Fähnrichs und zeichnete sich auch in dieser Position durch höchste Zuverlässigkeit und Kameradschaft aus, weshalb ihm 1974 die Wallner-Medaille überreicht wurde. Bei seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wurde er aufgrund seiner Verdienste für die Bürgergarde zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt.

Seelenrosenkranz
Dienstag, 18. November 2003 um 18:30 in der Stadtpfarrkirche Hallein

Auferstehungsgottesdienst - Beerdigung
Mittwoch, 19. November 2003 um 13:30 in der Friedhofskirche Hallein, anschliessend Aussegnung und Beerdigung





Autor / Quelle: Helmut Meisl

Beitrag online bis 31.12.2003 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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