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Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt ...
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids (damit ist Bethlehem gemeint).
So lautet es in der Engelsbotschaft, der Weihnachtsgeschichte, wie sie uns das Lukasevangelium im 2. Kapitel erzählt.Und weiter lesen wir: "Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen" Mit diesem "Zeichen" soll deutlich werden: Mit der Geburt im Stall teilt Gott selbst die Armseligkeit, Ohnmacht und Verletzlichkeit des menschlichen Lebens.
Nicht die machtvolle Beseitigung der Not ist die Botschaft, sondern die Nähe Gottes in der Not. Das heißt: dieser allmächtige, unfaßbare, ferne Gott ist uns in diesem Kind von Bethlehem so nahe gekommen, um uns deutlich zu machen: Wir sind und bleiben ihm wichtig mit unserem Glück und mit unserem Leid.
Unsere Sehnsucht nach einem Gott, der alle Not wendet wird damit nicht erfüllt. Unser Leben bleibt Leben in einer Welt, in der Not und Elend "Alltag" sind. Aber es macht einen Unterschied, ob wir all dem alleine gegenüberstehen, oder von Gott begleitet. Wenn wir nun Gott an unserer Seite haben, heißt das auch, dass wir Gottes Partner sein können im Bemühen um eine Welt nach Gottes Bild, im Bemühen um Frieden, Gerechtigkeit und sorgsamen Umgang mit der Schöpfung. Alle Jahre wieder Weihnachten feiern, das könnte heißen, sich in diesem Bemühen immer wieder stärken und ermutigen zu lassen. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Autor / Quelle: Pfarrer Wolfgang Del-Negro
Beitrag online bis 8.1.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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