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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Die Taufe ist die Rückkehr zu der Quelle, aus der wir alle leben.


Gerade aus diesem Grund müssen die Kinder getauft werden, weil sie noch keine
Vernunft haben, und weil je weniger Vernunft, umso größer die Empfänglichkeit für den Glauben.

Martin Luther

11. Jänner 2004 - Taufe des Herren

Ich taufe euch nur mit Wasser. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

Das Evangelium über die Taufe Jesu gibt uns Gelegenheit, über die Bedeutung der Taufe nachzudenken und daran anschließend zu überlegen, wie wir als Getaufte unser Leben führen.

Mit Jesus ist die Taufe mehr geworden als ein äußerliches Übergießen mit Wasser: Mit Heiligem Geist und mit Feuer tauft er – das Wesen des Menschen wird verändert, er wird neu geschaffen, ein Kind Gottes. „Du bist mein geliebter Sohn“ hat Gott auch zu jedem von uns in der Taufe und für unser ganzes Leben gesprochen. Freuen wir uns über dieses bedingungslose und uneingeschränkte Angenommen-Werden durch Gott!

In unserer Taufvorbereitung in Hallein werden Eltern und Paten an einem Abend zu einer gemeinsamen Zusammenkunft eingeladen, wo wir über die Motive sprechen, ein Kind taufen zu lassen. Immer wird dabei deutlich, wie wichtig es die Eltern finden, ihr Kind Gott anzuvertrauen: Wir spüren, dass bei all der Liebe und Fürsorge, die wir den Kindern schenken können, es uns auch ein Bedürfnis ist, unsere Kinder der größten und liebevollsten Macht – Gott - zu übergeben und sie Ihm anzuvertrauen. Wenn unsere menschlichen Kräfte nicht ausreichen, wenn uns ein Unglück widerfährt, dann ist es uns Trost und Hilfe, dass uns eine größere Macht in Händen hält und uns auch in dunklen Zeiten trägt.

Vielen wird beim Nachdenken über die Taufe auch deutlich, dass es eigentlich eine unbeschreibliche Freude und ein reiches Geschenk bedeutet, zu Gott zu gehören. Wir dürfen uns darüber freuen, Christen zu sein, von Gott angenommen zu sein und zu ihm zu gehören!

Mit dieser Haltung und Einstellung kann uns auch immer deutlicher werden, dass christliches Leben nicht in der Erfüllung von Vorschriften, Geboten und Regeln besteht. Nicht „Ich muss dies und das tun“ steht im Vordergrund, sondern „Ich bin froh, zu Gott zu gehören, und deshalb lebe ich auch selbstverständlich so“. Dies ist die Freiheit und Freude der Kinder Gottes. Wir hoffen und wünschen Ihnen sehr, dass Sie Ihr Leben in dieser Freiheit und Freude führen können!





Autor / Quelle: Aloisia Seiwald, Pfarrgemeinderätin
arbeitet im PGR Hallein im Arbeitskreis „Ehe und Familie“ und in der Taufvorbereitung mit.


Beitrag online bis 8.3.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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