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 © Helmut Meisl

 Pfarrgemeinderat
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4.000 sind „unterwegs zum Menschen“

In der Zeit von 1. März bis 21. März wird in allen Pfarren Österreichs die Caritas-Sammlung durchgeführt.

Viertausend Frauen und Männer, die an praktisch jeder Wohnungstür des Landes Salzburg anklopfen, ohne Bezahlung und für einen guten Zweck – wer bringt das heute noch zu Stande? Es ist die Idee der Caritas, einer Einrichtung der katholischen Kirche, die die Menschen bewegt: Viertausend, die sich auf den Weg machen, um zu sammeln und Zehntausende, die bereit sind zu geben.

Im Vorjahr wurden auf diesem Weg 990.000 Euro gesammelt. Die Spenden der Haussammlung werden ausschließlich für Hilfeleistungen in der Erzdiözese Salzburg verwendet. Für Menschen, die durch Erkrankung, Behinderung, Vereinsamung oder einen anderen Schicksalsschlag in Not geraten sind.

Unbürokratische und schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe. Darum bleiben vierzig Prozent des Geldes in den Pfarren. Sie können vor Ort besonders gut entscheiden, wo Hilfe wirklich gebraucht wird. Die Caritas ist stets „unterwegs zum Menschen“, wie das Motto der diesjährigen Haussammlung lautet. Die Mitarbeiter der Caritas kennen jeden Empfänger einer Unterstützung persönlich, jeder Fall wird einzeln geprüft. Diese Garantie, dass jeder Euro, den man bei der Haussammlung spendet, sinnvoll eingesetzt und weitergegeben wird, ist eines der Prinzipien der Caritas. Das gilt für alle Spenden an die Caritas. Der unvermeidliche Verwaltungsaufwand ist sehr niedrig und wird zum größten Teil aus dem Kirchenbeitrag bestritten.

Caritas-Haussammlung in Hallein

Freiwillige Helfer aus der Pfarre gehen von Haus zu Haus und bitten um eine Spende für die Caritas. Es ist nicht leicht, Helfer zu finden, die diese Aufgabe übernehmen, und wir sind allen zutiefst dankbar. Viele machen es schon jahrelang.

Diese Sammlertätigkeit ist mit extremen Erfahrungen verbunden, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Erfreulich ist es, wenn ein Betrag gespendet wird und der Spender sagt: „Für die Caritas gebe ich gern etwas.“ Bewegend ist es, wenn Leute etwas spenden, vielleicht sogar einen größeren Betrag, bei denen man merkt, dass sie keineswegs reich sind und selber in ärmlichen Verhältnissen leben müssen (in Hallein keine Seltenheit).

Natürlich kommt es vor, dass jemand nichts geben kann oder will. Wenig angenehm ist es aber, wenn Leute abweisend und böse reagieren. Richtig schwer zu ertragen ist es, wenn über Kirche und Pfaffen geschimpft wird, wenn Leute zornbebend die Türe zuschmettern. Was geht in ihnen vor, was haben sie uns vorzuwerfen, dass sie so aggressiv auf unsere Bitte reagieren?

Manche Sammler sehen ihre Tätigkeit wirklich als Opfer in der Fastenzeit und Buße. Es hilft uns, wenn wir uns immer wieder klarmachen, dass wir es ja nicht für uns selber tun und dass wir uns freuen, mit dem gesammelten Geld Menschen und Familien helfen zu können, die in Not geraten sind. Vor 2000 Jahren schrieb der Apostel Paulus: „Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen.“

Wie lebendig dieser Grundgedanke des Christentums auch heute noch ist, erleben wir von der Caritas täglich.

Wir danken unserem Sozialausschuss und allen Helfern, die sich an der Sammlung beteiligen. Und wir danken allen von Herzen, die die Arbeit unserer Caritas durch eine Spende unterstützen!





Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pfarrgemeinderat

Beitrag online bis 31.3.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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