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Peter Gabriel brachte die Lebensgeschichte des evangelischen Theilogen Dietrich Bonhoeffer näher
Hans Christian Bauer erzählte vom "Bund Neuland", einer katholischen Bewegung, die ebenfalls Anfang vorigen Jahrhunderts ihren Anfang nahm
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Jesus war leider Jude
Am Beispiel des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer und des katholischen "Bund Neuland" wurden zwei Wege gezeigt, wie Christen Zeugnis ablegten.
Dietrich Bonhoeffer Peter Gabriel referierte im ersten Vortrag des Abends über den bekannten evangelischen Theologen, von dem er die verschiedensten Seiten seines Lebens zeichnete: Bonhoeffer als Theologe, Bonhoeffer als aktiver Mitarbeiter im Widerstand gegen die Nazis und als sozial engagierter Christ.
Geprägt war das Leben Bonhoeffers vom Einfluss der Nazis in der evangelischen Kirche Deutschlands, die als kirchliches Gegenstück zur NS-Organisation die "Deutschen Christen" (DC) gründeten und auf diese Weise das Gedankengut des Nationalsozialismus sehr stark in die Kirche infiltrieren konnten ("Jesus war leider Jude"). Um sich dieser unseligen Entwicklung entgegenzusetzen, gründete ein Kreis von Theologen, denen auch Bonhoeffer angehörte, die "Bekennende Kirche" (BK), was prompt zu einer lange anhaltenden Spaltung innerhalb der evangelischen Kirche führte.
Mehr über Dietrich Bonhoeffer im ökumenischen Heiligenlexikon
Bund Neuland Hans Christian Bauer stellte den heute nur mehr partiell in Österreich tätigen "Bund Neuland" vor, einer katholischen Bewegung, die im Jahr 1921 gegründet wurde. Geprägt von den Priestern M. Pfliegler und K. Rudolf, hatte der Bund Neuland entscheidenden Anteil an der Liturgischen Bewegung in Österreich, widmete sich dem christlich-deutschen Volkstumsgedanken, erklärte jedoch als erster katholischer Verein die Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft im Neuland mit dem Nationalsozialismus. 1938 erfolgt deshalb am Höhepunkt der Arbeit die Selbstauflösung des Vereines, im Jahr 1948 folgte nach dem Krieg die Neugründung.
Viele bekannte Persönlichkeiten aus diesem Verein haben das Leben in Österreich nach dem 2. Weltkrieg mitgepägt, so zB. Kardinal König, Altlandeshauptmann Lechner aus Salzburg und viele andere mehr.
Von Bedeutung sind heut noch die Schulen des Bund Neuland, von denen es ein Schulzentrum in Grinzing und eines in Laaerberg gibt.
Mehr über die Neulandschulen
Autor / Quelle: Helmut Meisl
Beitrag online bis 31.12.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (4.1.05 - 04.01.05 - ) / 740 / 410
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