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 © Helmut Meisl

 Fastenaktion
Diese Seite als Druckausgabe


Ausgewählte biblische Texte und einfühlsame verbindendende Texte schlugen eine Brücke von der Zeit der Bibel ins Heute.


Christina Maria Höller beeindruckte auf der Violine, an der Orgel konnte Hans Josef Knaust, Organist der Dommusik Salzburg, bewundert werden.


Der evangelische Literaturkreis Hallein und Mitglieder der katholischen Pfarre Oberndorf gestalteten gemeinsam mit Violinistin und Organisten einen gelungenen Abend.

Ein besinnlicher Abschluss

Dem "ersten" oder auch "alten" Testament war der letzte Abend der Fastenaktion 2004 in der evangelischen Kirche gewidmet.

Nach einem gelungenen Start im vergangenen Jahr war auch dieses Jahr wieder eine gemeinsame Veranstaltung des Halleiner Kulturforums mit der "Fastenaktion 2004" der besinnliche Abschluss der traditionellen Veranstaltungsreihe. Während in der wichtigsten Woche im Leben der katholischen und evangelischen Gemeinde ab dem Gründonnerstag das Trennende mehr zu spüren ist als das Verbindende, gelang mit der Abschlussveranstaltung in der Karwoche noch einmal ein schöner, sichtbarer ökumenischer Schwerpunkt.

Eindrucksvoll und einfühlsam musikalisch begleitet durch Solostücke auf der Orgel und der Violine bekamen ausgewählte Textpassagen aus dem Alten Testament eine besonders einprägsame Wirkung. Verbindende Texte schlugen Brücken und boten Hilfen, die über 2.500 Jahre alten Schriftstellen für die Menschen im Heute erfahrbar zu machen. Der evangelische Literaturkreis aus Hallein und Mitglieder aus der katholischen Pfarre in Oberndorf ergänzten sich großartig und ließen durch geschickte Standortwechsel der Sprecher das Gehörte auch räumlich erfahren.

Eine herzliche Gratulation ergeht zum Schluss an die Künstler des Abends, ein ebenso herzlicher Dank an alle Referenten der 5 vorausgehenden Abende und natürlich auch an die vielen Besucher, die in Erwartung auf eine nächste Fastenaktion 2005 das anspruchsvolle Programm der Reihe bestens angenommen haben.

Alles hat seine Zeit (Kohelet)

Ein jegliches hat seine Zeit,
und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;
herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;
suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;
zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit;
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.





Autor / Quelle: Helmut Meisl

Beitrag online bis 31.12.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (4.1.05 - 04.01.05 - ) / 762 / 314