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Das Ziel der Wallfahrt:
Die Kirche von Großgmain


Das Innere der Kirche


Eine Tafel in der Kirche erinnert an das vor 370 Jahren gegebene und stets eingehaltene Versprechen der Halleiner

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Das Ziel der Wallfahrt:
Die Kirche von Großgmain


Das Innere der Kirche


Eine Tafel in der Kirche erinnert an das vor 370 Jahren gegebene und stets eingehaltene Versprechen der Halleiner

20. Juni 2004: 370 Jahre Nachtwallfahrt nach Großgmain

Die Halleiner versprachen so lange zu gehen, bis sie das Läuten von Kirchturmglocken hören würden.

Einladung zur Nachtwallfahrt nach Großgmain
Treffpunkt Hauptschule Hallein-Stadt, Lindorferplatz
Abmarsch Fussgänger 2 Uhr nachts
Abfahrt Radfahrer 6 Uhr morgens
Wallfahrts-Gottesdienst um 8:30 Uhr


In vielen Kulturen und Religionen gab es und gibt es den Brauch des "Wallfahrens".

Viele Menschen glauben, daß es Orte gibt, an denen sie dem Heiligen besonders nahe kommen. Diese Orte, die oft schon als vorchristliche Kultstätten dienten, wurden meistens Heiligen geweiht, vor allem aber Maria, der Mutter Gottes. Besonders in Notzeiten waren und sind solche Heiligtümer das Ziel vieler um Hilfe und Trost bittender Menschen - z.B. Maria Plain, Maria Kirchental, Mariazell, Lourdes, Fatima.

Hallein wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder von verheerenden Pestepidemien heimgesucht. So starben im Jahre 1570 vom 1.1. bis 21.10. 1563 Menschen an dieser Seuche und wurden in Oberalm beerdigt. 1597 forderte der "Schwarze Tod" wiederum um die 1.000 Personen, es starben täglich bis zu 40 Kranke. Die Stadttore wurden geschlossen und streng bewacht.

1634, also vor 370 Jahren, überfiel diese Krankheit abermals die Stadt Hallein - diesmal war der Tod von 141 Menschen zu beklagen. Da gelobten die Halleiner, um weiteres Unheil abzuwenden, eine alljährliche Wallfahrt nach Maria Großgmain. Die Gelöbnis-Tafel (siehe Bild) hängt in der Pfarrkirche Großgmain.

Eine Legende erzählt: Die Halleiner versprachen so lange zu gehen, bis sie das Läuten von Kirchturmglocken hören würden - und die ersten Glocken die sie hörten, waren eben die von Großgmain.

In Erinnerung an dieses Gelöbnis vor nunmehr 370 Jahren, pilgern Jahr für Jahr, immer am Herz-Jesu-Sonntag, Halleiner nach Großgmain. Laut mündlicher Überlieferung wurde dieses Versprechen immer eingelöst, auch wenn es, wie aus sicherer Quelle gehört, nur ein Mensch war, der sich auf diese Wallfahrt begeben hat.

Die Pest bedroht uns in Hallein nicht mehr. Aber auch unsere Zeit, unser Zusammenleben, unser Leben sind in vielerlei Hinsicht bedroht und jeder von uns hat ja auch seine je eigene Last zu tragen.

Das stille Gehen im Dunkel der Nacht, das miteinander reden und miteinander beten kann vielleicht wieder bewußt werden lassen, daß wir und die Welt gerade heute unser Beten und unsere Hilfe brauchen. Lassen wir uns, wie unsere Vorfahren, rufen, vom Läuten der Glocken.





Autor / Quelle: Gertrud Bohuny

Beitrag online bis 20.6.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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