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 © Helmut Meisl

 Haus Mirjam
Diese Seite als Druckausgabe


Daniele Pabinger
(Foto: Salzburger Nachrichten)


Frauen, die Opfer von Gewalt in der Familie geworden sind, brauchen Hilfe. Für sich und ihre Kinder. Unverständlich ist, dass das Frauenhaüs Mirjam in Hallein mit einem engagierten Team seit Jahren um seine Existenz kämpft Die Mitarbeiterinnen sind am Ende ihrer Kräfte, von den jahrelangen Verhandlungen um die Finanzen zermürbt.

Nach dem Aufschrei des Mirjam-Teams vor der Wahl hat die damalige SPÖ-Spitzenkandidatin Gabi Burgstaller die Rettung des Frauenhauses angekündigt, jetzt bezeichnet die Landeshauptfrau das Haus als „zu klein und im Vergleich zu den anderen Frauenhäusern unverhältnismäßig teuer".

Das hätte Burgstaller schon vor Monaten wissen müssen, sie war auch schon vor dem 7. März Frauen-referentin des Landes. Zuerst die politische Rettung für das Frauenhaus ankündigen und ein paar Monate später die Rute ins Fenster stellen, das ist gelinde gesagt nicht fair. Das Haus Mirjam bekommt nur dann einen Vertrag, wenn es die Budgetvorgaben einhält.

In dem Frauenhaus setzen sich Mitarbeiterinnen für Frauen ein, die in Not geraten sind. Sie kämpfen um nichts Geringeres als den Weiterbestand des Hauses. Behandelt werden sie wie Bittstellerinnen.

Der falsche Weg: Es gibt keine Alternative zu Frauenhäusern - denn ohne stehen die Frauen auf der Straße.

(Daniele Pabinger, SN vom 9.6.2004)





Wahl gewonnen, Versprechen vergessen

So kurz kann ein Politikergedächtnis sein. Vor der Wahl hat Landeshauptfrau Gabi Burgstaller noch den weiteren Betrieb des Hauses Mirjam versprochen, jetzt wird nur mehr gespart, koste es, was es wolle.

Es ist ein einziges Trauerspiel und passt zur Politik, die heute gemacht wird und immer mehr Menschen das Vertrauen in sie verlieren lässt. Wenn Zusagen nichts mehr gelten und ausgerechnet auf Kosten der Ärmsten gespart wird, wirft das schon ein bezeichnendes Bild auf unsere "Volksvertreter".

Dabei braucht das Land Salzburg im Haus Mirjam nicht einmal etwas für das Haus selbst bezahlen, das Gebäude wird von der Pfarre Hallein seit Jahren kostenlos zur Verfügung gestellt.

Daniele Paninger (links) von den Salzburger Nachrichten bringt die Situation in ihrem Kommentar in der Ausgabe vom 9.6.2004 auf den Punkt.

Linktipp:
Umfassende Information über die Arbeit im Haus Mirjam






Autor / Quelle: Helmut Meisl

Beitrag online bis 10.9.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 15 ( - 11.08.04 - ) / 802 / 601