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Übrig bleiben die Kinder
Was tun wenn Vater und Mutter tot sind? Keiner mehr da ist, der die Felder bestellt, das Schulgeld bezahlt.
Waisenkinder in Afrika brauchen unsere Hilfe, sie brauchen Liebe und ein Dach über dem Kopf. Die Caritas Salzburg unterstützt mit den Spenden aus der Augustsammlung 2004 unter anderem ein Projekt in Ruanda. Bitte helfen auch Sie!
„Aids macht Waise“ so lautet unser beklemmendes Motto. Die Folgen: in bestimmten Gegenden, vor allem im südlichen Afrika, stirbt eine Elterngeneration weg. Wer aber bestellt jetzt die Felder, sorgt für die Existenz der Kinder, für Bildung, Ausbildung und weitere Lebensgrundlagen?
„Child-headed-households“ Großeltern und vor allem Großmütter müssen für Scharen von Enkelkindern sorgen. In sogenannten Kinderhaushalten („Child-headed-households“) werden ganze Familien von Kindern geführt, die Größeren kümmern sich um die Kleineren. In vielen Fällen werden die Kinder obdachlos, weil ihnen nach dem Tod der Eltern Haus und Hof weggenommen werden.
360 einfache Häuser als Unterkünfte in Ruanda Die Errichtung von 360 Unterkünften in Form von einfachen Häusern für Kinder und Jugendliche in 12 katholischen Pfarren stellt einen Schwerpunkt der heurigen Sammlung dar. Gleichzeitig leisten freiwillig tätige Mitarbeiter, die in pfarrlichen Gruppen organisiert sind, Unterstützung und Integrationshilfe. Sie achten auf Ernährung und Hygiene der Kinder, helfen beim Schulbesuch, bei der Arbeitsvermittlung für Ältere und schauen darauf, dass Minderjährige nicht mehr nur sich selbst überlassen sind. Fortbildung von Frauen als Teil der Vorsorge Weltweite Anstrengungen notwendig Nur 1% der Betroffenen in Afrika haben Zugang zu Aids-Medikamenten. Diese haben in den Industrieländern seit 1996 die Aids-bedingten Todesfälle um bis zu 70% reduziert. Die Preise für die Medikamente liegen in Europa bei ca. 10.000 Euro pro Person und Jahr. Für Afrika haben die multinationalen Pharmakonzerne die Preise auf bis zu 1.000 Euro pro Jahr gesenkt. Das ist allerdings für die Mehrheit der Menschen in diesen Ländern noch immer zu teuer. Das globale Aidsproblem zu lösen oder zumindest zu mildern, dazu braucht es weltweite Anstrengungen und vor allem Geldmittel aus den reichen Ländern für Aufklärung, Prävention und billige Medikamente.
Stärkung der Rechte der Frauen Vor allem auch eine nachhaltige und schnelle Stärkung der Rechte der Frauen ist notwendig, denn Frauen sind am meisten von Aids betroffen: Fast 60% der Neuinfektionen betreffen junge Frauen. Sie sind meist wirtschaftlich und familienhierarchisch von ihrem Mann abhängig und was hilft ihre Treue, wenn sich der Mann nicht daran hält. Was helfen Kondome, wenn Frauen den Gebrauch nicht durchsetzten können, weil der Mann um seine Männlichkeit fürchtet. Die Stellung und das Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken sind zwar schwierige, aber wichtige Aspekte im Kampf gegen Aids.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende PSK 7.700.004 Kennwort "Augustsammlung 2004" (BLZ 60.000)
Autor / Quelle: Caritas Salzburg
Beitrag online bis 15.9.2004 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 ( - 31.08.04 - ) / 847 / 169
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