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 © Helmut Meisl

 Unsere Pfarrkirche
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Nach Ansicht des Denkmalamtes ist der Altar unter der Kuppel nicht im Zentrum der Kirche





Bundesdenkmalamt verweigert neue Altarsituierung

Allen Ankündigungen zum Trotz, mit der Sanierung der Stadtpfarrkirche kann doch nicht begonnen werden.

In der letzten Sitzung des Pfarrgemeinderates, am 9. September 2004 stand wieder einmal wie schon so oft in den letzten Jahren der wichtige Punkt Kircheninnenrenovierung auf der Tagesordnung.

Die Ereignisse der letzten Monate
Am 29. April 2004 fand eine Besprechung mit Architekt Dr. Schuh vom diözesanen Bauamt, Dr. Gobiet vom Bundesdenkmalamt Salzburg und Architekt Adlhart statt. Dabei gab es zum aktuellen Plan allgemeine Zustimmung, wobei sich Dr. Gobiet vom Denkmalamt relativ neutral verhielt (keine klare Zustimmung aber auch keine negativen Einwände).
Am 25. Mai 2004 gab es dann ein Gespräch mit Dr. Gobiet, wobei dieser einige Einwände zu gewissen Details hatte.
Ende Mai wurde der Sanierungsplan beim Bundesdenkmalamt eingereicht.
Am 4. Juni 2004 war die PGR-Sitzung mit dem Beschluss “Die Kirchenrenovierung kann begonnen werden, sobald die Finanzierung abgeklärt ist und das Bundesdenkmalamt die Zustimmung erteilt hat“.
Danach kam eine Antwort vom Bundesdenkmalamt, in dem keine Zustimmung erteilt wurde.
Am 22. Juni 2004 gab es einen Lokalaugenschein mit Herrn Arch. Dipl. Ing. Sima v. Bundesdenkmalamt (Leiter der Architekturabteilung), Architekt Dr. Schuh v. diözesanen Bauamt, Prälat Neuhardt, Architekt Adlhart, Pfarrer Schreilechner und Josef Hartlieb.
Dr. Hartlieb versuchte den Anwesenden zu erklären, dass es bereits viele Planungsstufen gegeben hat und dass dieser Entwicklungsprozess uns nun zu dem jetzigen Plan geführt hat.
Am 7. Juli 2004 gab es ein weiteres Treffen von Arch. Schuh, Arch. Adlhart, Baumeister Steinlechner v. diözesanen Bauamt, Pfarrer Schreilechner und Dr. Hartlieb wobei die aktuelle Situation noch einmal besprochen wurde.

Die Gespräche verliefen insgesamt durchaus positiv und somit rückte die Möglichkeit den Baubeginn für August 2004 festzulegen, etwas näher.
Mit 12. August 2004 wurde dieses Vorhaben durch ein Schreiben des Bundesdenkmalamtes, Landeskonservatoriat Salzburg, allerdings wieder entkräftet.

Auszug des Schreibens von Hr. Hofrat Dr. Ronald Gobiet
Grundsätzlich ist seitens der Denkmalpflege die Gesamtheit, die architektonische Gestaltung des klassizistischen Gesamtinnenraumes der Kirche wichtig. In diesem Raumgefüge finden sich historische Ausstattungsstücke die zum Bestand zählen und einer denkmalgerechten Behandlung zugeführt werden müssen. Das Kirchengestühl zählt auch dazu und ist eine Gegebenheit, die in der Geschlossenheit Berücksichtigung finden muss. Als Denkmalpfleger und Konservator kann ich keine Zustimmung in Aussicht stellen, die vorsieht die Hälfte der historischen mit ornamentaler Malerei an den Wangen versehene Gestühlsböcke wegzuräumen und den Rest noch zu beschneiden.
Wo sich die Mitte des Kirchenraumes befindet, haben wir eingehend diskutiert. Dieses liegt nicht im Zentrum unter der ersten Kuppel und kann auch dieser Teilbereich des Kircheninnenraumes nicht als Zentralraum im Gegensatz zum anderen Raumgefüge ausgebildet werden.


Das Bundesdenkmalamt stimmt also zum jetzigen Zeitpunkt einer Kircheninnenrenovierung unter den gegebene Umständen (Altarinsel unter der ersten Kuppel, Veränderung des Gestühls) nach Plänen von Arch. Jakob Adlhart nicht zu.

Nach dem das jetzige Provisorium nun schon in das achte Jahr seines Bestehens geht, ist eine neuerliche Aufrollung der Planungen und Überlegungen rund um die Neusituierung des Altars unvertretbar. Das Vorhaben „Neusituierung des Volksaltars und die damit verbundene Kircheninnenrenovierung“ sollte nun endlich finalisiert werden. Der abrupte Aufschub der Kircheninnenrenovierung war für viele Pfarrgemeinderäte enttäuschend und führte zu Sprachlosigkeit, die ich persönlich wie folgt kommentieren möchte:
Einerseits der Druck den Volksaltar in der Stadtpfarrkirche Hallein nach über die zehn Jahren Überlegung neu und zeitgerecht zu situieren, andererseits gilt es die immer lauter werdenden Wünsche vieler Kirchenbesucher zu respektieren, die zweifellos die Rückstellung des Volksaltars in das Presbyterium der Kuppellösung vorziehen.

Die Alternative wurde mit der bereits bei Seite gelegten Zungenlösung (Verlängerung des Presbyteriums, Rücksetzung des Speisgitters) andiskutiert.

Der Druck aller vorangegangenen Gespräche, Planungen und Ereignisse lässt dem PGR jedoch kaum mehr Raum, eine neuerliche Diskussion zu beginnen. Aus diesem Grund werden die Gespräche mit dem Denkmalamt erneut aufgenommen, das diözesane Bauamt unterstützt die Pläne von Arch. Jakob Adlhart. Hr. Erzbischof Kothgasser hat im August 2003 die Möglichkeit einer Altarinsel unter der ersten Kuppel an Ort und Stelle überprüft.

Es wird also auch noch in diesem Winter in der Kirche kalt werden und kalt bleiben. Wir bitten um Verständnis und Geduld!

Hinweis: Lesen Sie zu diesem Thema auch diesen neuen Beitrag





Autor / Quelle: Stefan Seiwald (PGR)
mit Auszügen aus dem Sitzungsprotokoll der PGR-Sitzung vom 9. September 2004, erstellt von Josef Rainer, PGR


Beitrag online bis 31.12.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
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