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Ausgerechnet jenes Amt, das dies über Jahrzehnte stets untersagt hat, macht jetzt den Vorschlag, die Kommunionbank zu versetzen.
So könnte die neue Lösung aus Sicht des Denkmalamtes aussehen.
Der Kompromissvorschlag von Architekt Adlahrt fand keine Zustimmung seitens des Denkmalamtes
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Alte Pläne plötzlich neu
Nach dem Nein des Bundesdenkmalamtes für den "Kuppelaltar" gibt es jetzt neue Pläne aus Sicht der Beamten. Was dabei verwundert: pötzlich darf die Kommunionbank verschoben werden.
Rückblick Bereits zu Zeiten von Pfarrer Schwarzenauer (in Hallein 1984 - 1998) begann man eine Kirchen-Innenrenovierung zu überlegen. Neben der notwendigen Sanierung des Fußbodens und der Bänke sowie dem Einbau einer Heizung wurde auch über eine Neugestaltung und neuen Platz des Volksaltares nachgedacht. Ein Modell wurde als Versuch 1998 in der derzeitigen Position in der Mitte der Kirche errichtet, und die vorderen Bankreihen wurden umgedreht.
Hin und her Um diesen provisorischen Altar in der Mitte der Kirche entstanden heftige Auseinandersetzungen. Eine große Zahl von Halleinern war damit nicht einverstanden, fühlte sich übergangen und verlangte eine Veränderung: Den Altar wieder vorne zu errichten. Ein Wunsch auch des damaligen Erzbischofs Georg Eder. Pfarrer Schreilechner und ein neu gewählter Pfarrgemeinderat versuchten, eine Lösung zu finden: Das Presbyterium sollte in die Kirche hinein erweitert und der Altar vorne errichtet werden. Zugleich wurde untersucht, ob die Halleiner Kirche durch eine Heizung mit Solar-Energie im Winter temperiert werden könnte. Eine Simulation ergab leider, dass dies bei den gegebenen Möglichkeiten und Einschränkungen nicht möglich wäre.
Planungen Im vorigen Sommer machte der neue Erzbischof Kothgasser den Vorschlag, den Altar doch in der vorderen Hälfte der Kirche, unter der vorderen Kuppel, zu errichten und die vorderen Bänke in geeigneter Weise um ihn herum anzuordnen. Dieser Vorschlag schien eine gute Lösung zu ermöglichen: Der Altar war nahe bei und unter den Menschen, aber die Struktur des Kirchen-Innenraums würde nicht wesentlich geändert werden. Arch. Adlhart erstellte die Pläne, das Bauamt der Erzdiözese abgesprochen und der PGR Hallein stimmten zu. Im August 2004 sollten die Arbeiten beginnen, so haben wir es im Sommer-Pfarrbrief angekündigt: „Der Beginn der Baumaßnahmen ist vorgesehen für August; bis Weihnachten soll die vordere Kirchenhälfte fertig und wieder benutzbar sein.“ Die endgültige Zustimmung des Denkmalamtes lag noch nicht vor, die Pfarre Hallein war jedoch davon ausgegangen, weil bis dahin kein Widerspruch erhoben worden war. (Die Zustimmung des Bundes-Denkmalamtes zu allen Bau- und Renovierungsmaßnahmen an kirchlichen Gebäuden ist gesetzlich vorgeschrieben.)
Einspruch des Bundes-Denkmalamtes Es erfolgte jedoch keine Zustimmung des Denkmalamtes zu den Umbauplänen. Der Leiter des Denkalamtes in Salzburg, HR Dr. Ronald Gobiet, teilte im Juni mit, es kann „derzeit noch keine positive Erledigung der gesamten Maßnahmen in Aussicht gestellt werden, weil u. a. die Situierung und die Ausbildung des vorgesehenen Volksaltarbereiches sowie weitere Detailfragen offen sind.“ Auf Anraten des Präsidenten des Bundesdenkmalamtes in Wien, HR Dipl. Ing. Wilhelm Georg Rizzi, erfolgte ein Lokalaugenschein in der Pfarrkiche Hallein durch den Leiter der Architekturabteilung, HR Arch. Dipl. Ing. Johannes Sima. Als Ergebnis dieser Besprechung wurden uns folgende Punkte mitgeteilt, an denen die Renovierung sich zu orientieren habe: „Grundsätzlich ist seitens der Denkmalpflege die Gesamtheit, die architektonische Gestaltung des klassizistischen Gesamtinnenraums der Kirche wichtig. In diesem Raumgefüge finden sich historische Ausstattungsstücke, die zum Bestand zählen und einer denkmalgerechten Behandlung zugeführt werden müssen. Das Kirchengestühl zählt auch dazu und ist eine Gegebenheit, die in der Geschlossenheit Berücksichtigung finden muß. Als Denkmalpfleger und Konservator kann ich keine Zustimmung in Aussicht stellen, die vorsieht die Hälfte der historischen mit ornamentaler Malerei an den Wangen versehenen Gestühlsblöcke wegzuräumen und den Rest noch zu beschneiden. Wo sich die Mitte des Kircheninnenraumes befindet, haben wir eingehend diskutiert. Dieses liegt nicht im Zentrum unter der ersten Kuppel und kann auch dieser Teilbereich des Kircheninnenraumes nicht als Zentralraum im Gegensatz zum anderen Raumgefüge ausgebildet werden.“
Neue Bemühungen Von Seiten des Bundesdenkmalamtes wurde uns ein Vorschlag unterbreitet: „Eine Entwurfsskizze des Altarraumbereichs mit vorgezogenem Zelebrationsort enthält ein versetztes Speisgitter. Eine Versetzung des Speisgitters in der Halleiner Pfarrkirche, gegen die ich mich lange ausgesprochen habe, ist denkmalpflegerisch unter dem Aspekt vertretbar, weil dadurch eine Lösung ermöglicht werden könnte. (HR Dr. Ronald Gobiet)“ Das bedeutet: Wir müssen weiter überlegen, Entwürfe präsentieren und überarbeiten, Verhandlungen führen und nach Lösungen und Kompromissen suchen. Die gesamten Umbau- und Renovierungsmaßnahmen werden also voraussichtlich erst im nächsten Jahr stattfinden können. Wir bitten Architekt Adlhart, uns weiter seine Dienste zur Verfügung zu stellen. Wir bitten den Pfarrkirchenrat, weiterhin sein Bemühen der Vorbereitung der Kirchenrenovierung zu widmen. Und wir bitten alle Halleiner um Verständnis und Geduld: Wir tun unser bestes, um die Sache voranzutreiben. Wir werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten!
Hinweis: Lesen Sie zu diesem Thema auch diesen Beitrag
Autor / Quelle: Wilfried Kaaser, Pastoralassistent
Beitrag online bis 31.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (14.10.04 - 15.11.04 - ) / 902 / 573
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