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 © Helmut Meisl

 Pfarrblatt
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Weihnachtspfarrbrief online

Bilder von Figuren der Krippe der Halleiner Stadtpfarrkirche bilden den roten Faden durch die neueste Pfarrbriefausgabe.

Liebe Halleinerinnen, liebe Halleiner!

Zu den schönsten Stunden am Adventbeginn gehört für mich das Segnen der Adventkränze in den verschiedenen Schulen, vor allem in der Volksschule. Um den Tisch stehend, auf dem sich die Kränze für die einzelnen Klassen befinden, haben heuer die Kinder neben vielen anderen auch diese Bitten formuliert: "Hilf den Eltern, dass sie nicht streiten... Tragt zu den Eltern ein Licht, damit sie sich nicht scheiden lassen."

Solche Bitten machen mich immer sehr betroffen. Wie viele Ängste, wie viel Hilflosigkeit wird da sichtbar, wie viel Kinderleid unter der Decke des Wohlstandes, wie viel Sehnsucht nach Geborgenheit und Frieden! Ich weiß, Glück kann man weder herbeireden noch herbeibeten (sonst wären unsere Kirchen übervoll!) Familiäres Glück ist ein ganz großes Geschenk, ja letztlich ein Wunder.

Advent und Weihnachten offenbaren unsere Hilflosigkeit und entlarven unsere Bemühungen als eine Suche nach Ersatzglück, das wir meinen kaufen zu können. All denen, die ein harmonisches Familienleben führen können, rufe ich zu: Seid dankbar, seid dankbar! Den anderen, denen dieses Glück fehlt, kann ich auch in dieser Zeit kein Rezept für die Änderung ihrer Situation anbieten, aber ich möchte ihnen zurufen: Legt euer Leid, euer zerbrochenes Glück nieder vor der Krippe des Kindes von Bethlehem! Er ist der Heiland der Welt. Und manchmal geschehen auch Wunder! Gerade zur Weihnacht!

Ihnen allen, besonders jedoch Ihren Kindern wünsche ich glückliche, friedvolle Weihnachten und Gottes Segen für 2005!





Autor / Quelle: Pfarrer Johann Schreilechner, Hallein

Beitrag online bis 8.12.2006 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (7.12.04 - 31.12.04 - ) / 951 / 551