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 © Helmut Meisl

 Gedanken zum Sonntag
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Alltäglich
Selig sind, die inmitten des Alltags die Aktualität der Seligpreisungen Jesu ernst nehmen, denn sie leben nicht egoistisch ihr Leben, schauen nicht tatenlos zu, konsumieren nicht ohne Rücksicht auf andere, noch verkaufen sie ihre Seelen.




Dieses Leben ist nicht ein Fromm-sein, sondern ein Fromm-werden, nicht ein Gesund-sein, sondern ein Gesund-werden.

Martin Luther

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Alltäglich
Selig sind, die inmitten des Alltags die Aktualität der Seligpreisungen Jesu ernst nehmen, denn sie leben nicht egoistisch ihr Leben, schauen nicht tatenlos zu, konsumieren nicht ohne Rücksicht auf andere, noch verkaufen sie ihre Seelen.




Dieses Leben ist nicht ein Fromm-sein, sondern ein Fromm-werden, nicht ein Gesund-sein, sondern ein Gesund-werden.

Martin Luther

30. Jänner 2005 - 4. Sonntag im Jahreskreis

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Wer sich wirklich ganz auf die Menschen und ihre Wege einlässt, wer sich ganz in Liebe hingibt, riskiert, dass er ausgelacht, kritisiert und angefeindet wird. Er riskiert, dass er Fehler macht und nicht immer die Lösung parat hat. Das macht es so schwer, wirklich zu lieben.

Ich gebe zu, oft genug erliege ich der Versuchung, mich heraus zu halten, mich nicht wirklich auf die Menschen und ihre Schicksale einzulassen. Da müsste ich ja zulassen, dass andere meinen Weg (mit)bestimmen. Und ich würde riskieren, dass ich hilflos, dass ich genauso menschlich bin wie die anderen auch. Viel einfacher ist es da, draußen zu bleiben, intellektuelle Erkenntnisse einzuwerfen und zu philosophieren, was sich in dieser Welt alles ändern müsste. Aber mit dieser Haltung kann Jesus nichts anfangen. Sie taugt nichts für das Reich Gottes. Selig ist, wer sich mit Haut und Haaren auf die Liebe zu den Menschen einlässt, wer Frieden stiftet, auch dort, wo er angefeindet wird, wer riskiert, dass er falsch liegt und trotzdem bereit ist, weiter zu suchen. Erst dadurch wird unser Dasein sinnvoll und unser Leben fruchtbar. Erst wenn wir uns so auf die Liebe, das Leben und auf Gott einlassen, dass er mit uns an seinem Reiche bauen kann, erst dann sind wir selig zu preisen.





Autor / Quelle: Bergmoser + Höller Verlag Aachen - Klaus Metzger Beck

Beitrag online bis 27.2.2005 (danach über Archiv weiterhin abrufbar)
P 5 (27.1.05 - 03.02.05 - ) / 984 / 192