Nostalgie im Rausch: Warum die 80er und 70er im Jahr 2026 wieder Charts und Bühnen beherrschen

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Wir schreiben das Jahr 2026, und der aktuell größte Song der Welt hat über vier Jahrzehnte auf dem Buckel. Michael Jacksons „Billie Jean“ thront momentan ganz oben in den Billboard Global 200. Ein Hit aus dem Jahr 1983, der plötzlich wieder die globale Musiklandschaft dominiert, als wären wir nie im 21. Jahrhundert angekommen.

Wie es dazu kam, ist allerdings kein großes Geheimnis. Der Auslöser für diesen absurden Streaming-Boost ist das Biopic „Michael“, das seit seinem Kinostart am 24. April die weltweiten Box-Office-Charts regelrecht im Würgegriff hat. Der Film läuft nun in der vierten Woche und spült nicht nur den eingefleischten Fans von damals Tränen in die Augen, sondern fixt auch eine komplett neue Generation an. Die Zahlen des Datenanbieters Luminate sprechen Bände: Allein in der Woche vom 8. bis zum 14. Mai verbuchte der Track über 51 Millionen Streams. Zur Einordnung: Noch vor knapp drei Wochen dümpelte der Song irgendwo auf Platz 65 herum.

Billboard zufolge hat die zweite Single-Auskopplung aus dem legendären 82er-Album „Thriller“ damit mal eben den Rekord für den längsten Aufstieg an die Chartspitze pulverisiert – in ihrer 144. Woche im Ranking. Für Jackson, den 13-fachen Grammy-Gewinner, ist es übrigens das erste Mal seit seinem Tod im Jahr 2009, dass er posthum wieder von der Pole-Position grüßt. Damals hielt sich der Song nach Release direkt sieben Wochen an der Spitze der US Hot 100. Heute beweist der Fall eindrucksvoll: Ein unsterblicher Katalog zieht immer, wenn der mediale Hebel stimmt.

Live-Kult statt nur Kinosaal: Bonham verlängert seinen Zeppelin-Tribut

Dieser immense Hunger nach den Ikonen vergangener Jahrzehnte beschränkt sich aber längst nicht nur auf Streaming-Plattformen und Kinosessel. Auch im Live-Sektor brummt das Geschäft mit dem musikalischen Erbe. Bestes Beispiel hierfür ist Jason Bonham. Der Sohn des legendären Drummers John Bonham bedient die anhaltende Nachfrage nach klassischem Hardrock und hat gerade seine „Led Zeppelin Evening“-Tour für den Spätsommer 2026 massiv aufgestockt.

Bonham ist ohnehin schon kreuz und quer in Nordamerika unterwegs. Der erste Rutsch an Konzerten lief bereits am 9. Mai in Mobile, Alabama an und wird die Band noch bis zum 7. Juni nach Hershey, Pennsylvania treiben. Danach ist erstmal für rund zwei Monate Durchatmen angesagt, bevor die Tour-Maschinerie wieder anrollt.

Die frisch angekündigte Etappe startet am 13. August in Pocatello, Idaho, und zieht sich bis in die letzten Sommertage hinein. Auf dem Reiseplan stehen dabei Metropolen und Venues quer durch die Staaten – von Washington, Oregon und Kalifornien über Texas bis hin nach Arizona, Ohio und New York. Am 6. September fällt dann in Bettendorf, Iowa, der vorerst letzte Vorhang.

Musikalisch kriegt das Publikum dabei genau das serviert, was man bei so einem Setup erwartet. Bonham hat im Vorfeld versprochen, dass die Setlist nicht nur aus den massiven Radio-Dauerbrennern besteht, die Led Zeppelin damals zu Weltstars machten, sondern auch die von Hardcore-Fans heiß ersehnten Deep Cuts ausgräbt. Wer sich dieses Spektakel live geben will, muss sich ranhalten: Der Presale für die neuen Gigs startet am 20. Mai pünktlich um 10 Uhr Ortszeit, der reguläre Vorverkauf geht direkt am Folgetag über Bonhams Website an den Start.

Jason Bonham Led Zeppelin Evening 2026 – Alle Tourdaten

Um das Ganze übersichtlich zu halten, ist hier der komplette Fahrplan für die kommenden Monate. Die neu hinzugefügten Spätsommer-Termine sind fett markiert:

    1. Mai – Saratoga, CA (The Mountain Winery)

    1. Mai – San Diego, CA (Humphreys Concerts By the Bay)

    1. Mai – Las Vegas, NV (Pearl Concert Theater at Palms Casino Resort)

    1. Mai – Los Angeles, CA (The Greek Theatre)

    1. Mai – Highland, CA (Yaamava’ Theater)

    1. Mai – Fort Worth, TX (Will Rogers Auditorium)

    1. Mai – Shreveport, LA (Shreveport Municipal Auditorium)

    1. Mai – Baton Rouge, LA (L’Auberge Casino & Hotel Baton Rouge)

    1. Mai – Birmingham, AL (Avondale Brewing Company)

    1. Jun – Knoxville, TN (Tennessee Theater)

    1. Jun – Greenville, SC (Peace Concert Hall – Peace Center)

    1. Jun – Columbus, OH (Mershon Auditorium)

    1. Jun – Charles Town, WV (The Event Center at Hollywood Casino)

    1. Jun – Hershey, PA (Hershey Theatre)

  • 13. Aug – Pocatello, ID (Portneuf Health Trust Amphitheatre)

  • 15. Aug – Shelton, WA (Skookum Creek Events Center)

  • 16. Aug – Vancouver, BC (The Orpheum)

  • 18. Aug – Salem, OR (Elsinore Theatre)

  • 20. Aug – Fresno, CA (Warnors Theater)

  • 21. Aug – Paso Robles, CA (Vina Robles Amphitheatre)

  • 22. Aug – Costa Mesa, CA (OC Fair & Event Center)

  • 23. Aug – Napa, CA (Blue Note Napa Summer Sessions)

  • 25. Aug – Phoenix, AZ (Celebrity Theatre)

  • 26. Aug – El Paso, TX (Abraham Chavez Theatre)

  • 28. Aug – Hot Springs, AR (Oaklawn Racing Casino Resort)

  • 29. Aug – Kansas City, MO (Ameristar Casino Hotel)

  • 30. Aug – Gary, IN (Hard Rock Casino Northern Indiana)

  • 01. Sep – Nashville, IN (Brown County Music Center)

  • 02. Sep – Canton, OH (Stark County Fairgrounds)

  • 03. Sep – Lewiston, NY (Artpark Amphitheater)

  • 06. Sep – Bettendorf, IA (Quad-Cities Waterfront Convention Center)